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THE SIMPLE KITCHEN #1 – MEINE ERNÄHRUNG

Wow, wann habe ich versprochen das der Beitrag zu meiner Ernährung bald kommt? Ist bestimmt gute acht Monate her. Sorry for that! Aber heute ist es so weit und ich werde euch ein bisschen etwas zu meiner Ernährung erzählen. Mit diesem Post eröffne ich auch eine neue Beitragsreihe, die sich The simple kitchen nennt.  Unter der Headline werde ich (hoffentlich) regelmäßig meine „Rezepte“ teilen, da auf Instagram großes Interesse daran herrscht. Gleich schonmal vorab – ich koche nie nach Rezepten und benutze auch keine außergewöhnlichen Zutaten, daher die Überschrift! Und auch noch vorab – falls ihr fancy Foodpics mit viel Schnickschnack sehen wollt, müsst ihr zu den richtigen Foodbloggern wechseln. Hier wird es sehr simpel bleiben.

Bevor ich aber mein nicht besonders schön angerichtetes, aber leckeres Essen mit euch teile, starten wir erstmal mit der Frage was ich überhaupt esse. Vor fünf Jahren habe ich mich für eine vegetarische Ernährung entschieden. Wobei, entschieden kann man eigentlich nicht sagen denn ich wurde von meiner Freundin Sandra genötigt mit ihr die 30 Tage Vegan for fit Challenge von Attila Hildmann zu machen. Das war im Mai 2013.

Ich hab bis dahin ganz normal Fleisch gegessen, aber nie besonders viel und eigentlich nur wenn es von meiner Mama zubereitet war. Ich selbst wollte rohes Fleisch nie anfassen (daher habe ich es nie gekocht) und im Restaurant hat es mir fast nie geschmeckt! Die einzige Ausnahme waren die regelmäßigen Steak-Dates mit meinem Papa, aber auch da habe ich nur Fleisch gegessen, das 120% durchgebraten war. Fisch und andere Meerestiere habe ich noch nie gegessen und auch noch nie probiert (einmal als 3 jährige Fischstäbchen, aber seither verweigert).

So, ich habe also eingewilligt da mitzumachen, denn probieren kann man ja alles! Ich glaube es war Tag 3 von 30 der Challenge, als eine Freundin meiner Mama mit einem selbstgebackenem Marillenkuchen vor der Türe stand und ich mir nur gedacht habe FML. Da waren natürlich Eier und Milch drin, also eigentlich tabu für mich. Soweit ich mich erinnere, muss man für jeden Tag an dem man sich nicht dran hält, einen weiteren anhängen. Ich musste einige anhängen. Fleisch war damals null Problem für mich, auf das konnte ich easy verzichten und es hat mir überhaupt nicht gefehlt, aber vegan war hart!

Nach diesen 30 Tagen (eher vegetarisch als vegan) habe ich kein Fleisch mehr gegessen. In dem Buch gibt es zusätzlich zu den Rezepten auch einige Infos zur veganen Ernährung und ich habe natürlich alles gelesen. Danach vergeht es einem sowieso erstmal. Vegan konnte ich damals aber noch nicht. Seit Mai 2013 habe ich also, bis auf einen einzigen „Ausrutscher“ nie wieder Fleisch gegessen. Der Ausrutscher war wenige Wochen nach der Challenge auf einem Festival. Es war nachts, ich war betrunken und da war eine Schnitzelsemmel. Und sie war lecker, aber außer in dieser einen Nacht hatte ich kein Verlangen mehr nach Fleisch.

Ich habe damals also eigentlich fast ohne bestimmten Grund aufgehört Fleisch zu essen. Mir taten weder die Tiere leid, noch war mir bewusst was der Massenkonsum von Fleisch für einen schlimmen Einfluss auf die Umwelt hat und ich wusste erst recht nicht, wie negativ Fleisch sich auf die Gesundheit auswirken kann.

2013 war der „vegane healthy lifestyle“ noch nicht so gehyped wie jetzt und obwohl ich nur ein Vegetarier war, konnte ich mir einiges von Freunden und Familie anhören. „Fleisch ist gesund“ „Der mensch braucht Fleisch“ „Die Tiere sind überhaupt nicht arm, die werden betäubt bevor man sie umbringt“ bla bla bla bla bla. Es war so nervig. Keiner hat einfach akzeptiert, das ich jetzt vegetarisch esse, jeder wollte Gründe hören und mich belehren.

Um gegen diese ganzen Attacken gewapnet zu sein habe ich begonnen mich intensiv mit dieser Ernährung zu beschäftigen. Ich habe viele Bücher gekauft und gelesen. Dokus angeschaut und viele Artikel im Internet gelesen. Und so wurde es für mich immer logischer, dass das was ich hier mache für mich der richtige Weg ist und vorallem die richtige Ernährung.

Das lustige ist, ich habe recht schnell verstanden das es nichts bringt mit irgendwem darüber zu streiten. Nach ein paar Monaten als veggie bin ich auf vegan umgestiegen und habe mich ca. drei Jahre ohne Ausnahmen vegan ernährt. Da war die Empörung natürlich noch größer, als in der Vegetarier Zeit. Ich habe also beim Auswärtsessen nichts gesagt, sondern einfach bestellt was in meine Ernährung gepasst hat, aber die Menschen rundherum haben es trotzdem immer zum Thema gemacht.

Es heißt immer Veganer wollen jedem zeigen, dass sie Veganer sind und bla bla aber so ist es nicht. Jedesmal hat irgendwer am Tisch angefangen darüber zu sprechen und mir zu erklären warum das schlecht ist was ich da mache usw. ICH habe das von mir aus nie thematisiert. Anstrengend. Es war einfach nur anstrengend sich immer rechtfertigen zu müssen. Und ich habe jetzt schon Angst vor dem „Feedback“ das ich zu diesem Post bekommen werde. Aber ich schreibe das hier denen zu liebe, die nicht den Horizont einer Tomate haben und auch mal etwas über den Tellerrand schauen und offen für etwas Neues sind.

Mittlerweile gibt es viele Gründe warum meine Ernährung vegan und ab und an auch vegetarisch ist. Achtung: was ich hier jetzt schreibe basiert auf Studien aus Büchern/Artikeln die ich gelesen habe und aus Dokumentationen. Ich werde versuchen mich kurz zu halten und auf Wesentliches einzugehen. Am Ende des Artikels verlinke ich euch dann  interessante Bücher und Artikel zu dem Thema.

Grund Nummer Eins ist die Umwelt.

Klimawandel – Wusstet ihr, dass die Landwirtschaft für 14-18% des gesamten Ausstoß von Teibhausgasen verantwortlich ist. Das ist mehr als der gesamte Verkehr (Autos, Flugzeuge, Schiffe) zusammen.

Regenwald – Im Amazonas wurden bereits 70% der bewaldeten Flächen für den Anbau von Futtermitteln für Massentierhaltung abgeholzt. Hauptsächlich Soja und 90% der Weltsojaernte geht in die Tierfuttermittelpruduktion.

Ressourcenverschwendung – zur Produktion von 1 Kilo Rindfleisch werden 15.000 Liter Wasser benötigt. (Hier kommen mir die Leute oft mit „für eine Jeans werden aber 16.000 Liter Wasser benötigt“ – ok aber wielange hat man 1 Jeans und wie schnell ist 1kg Rind aufgegessen oder weggeworfen in unserer Gesellschaft?)

Artensterben – Täglich sterben 50-150 Tier- & Pflanzenarten aus. Das hat natürlich sehr viel mehr Gründe, als nur den Fleischkonsum, aber speziell für den Anbau von Soja und Palmöl müssen viele Regenwald Bewohner ihr Leben lassen bzw. sterben ganz aus. Und wir wissen ja jetzt wohin 90% der Sojaernte fließt.

Überfischung der Meere – 1950 waren es noch ca. 13 Millionen Tonnen gefangene Fische pro Jahr, seit dem Jahr 2000 sind es bereits 80 Millionen Tonnen. Der Bestand von Meeresbewohner wie Hai & Tunfisch ist um 90% (!) zurückgegangen. Traurig oder?

Bauern – Wusstet ihr das viele Bauern aufgrund der Massenproduktion ihren Betrieb einstellen müssen? Sie können bei den dumping Preisen einfach nicht mithalten. Zu wenige Menschen kaufen 1 Kilo Fleisch für 12€, wenn es beim Aldi 2,50€ kostet. Ich habe vor längerer Zeit eine Diskussionsrunde im ZDF gesehen bei der unteranderem ein Schweinebauer über die Probleme gesprochen hat. Am Ende kam heraus, er verdient an einem Schwein 5€. Dass man bei dem Preis weder für vernünftige Nahrung, noch einen angemessenen Lebensraum für die Tiere sorgen kann ist irgendwie klar.

Grund Nummer zwei sind die Tiere.

Während ich hier sitze und das schreibe, versuche ich mir die ganzen Artikel und Bücher in Erinnerung zu rufen die ich zur Tierhaltung/Schlachtung gelesen habe. Mir ist schlecht. Keiner weiß was in vielen Schlachthäusern wirklich vorgeht. Es gibt schon Gründe warum Schlachthäuser immer an Orten sind, wo kaum Menschen leben, warum nur in den wenigsten gefilmt werden darf und warum Paul McCartney mal gesagt hat „Wenn Schlachthäuser Glaswände hätten, wäre jeder Vegetarier“.

Jährlich werden ca. 50 MILLIARDEN  Tiere geschlachtet. Es leben mehr Tiere in der Massentierhaltung als im freien natürlichen Lebensraum. Wenn die Tiere auf dem Teller nicht gerade vom Bio-Bauernhof kommen haben sie noch nie sowas wie Sonnenlicht gesehen. Schweine stehen in so engen Stallungen, dass sie sich nichtmal umdrehen können. (Was an so einem Stück Fleisch dann „gesund“ sein soll weiß ich nicht).

Kühe – heutzutage auch Hochleistungskühe genannt – geben in Deutschland ca. 10.000 Liter Milch pro Jahr (USA ca. 12.000l), vor 100 Jahren waren es nur 2000 Liter (reicht auch für ein Kalb). Das die Milch der Kuh von Natur aus für das Kalb gedacht ist und nicht für einen Menschen wissen interessanterweise nur wenige Menschen. Lustig wenn man bedenkt, dass ja auch der Mensch nur sein Baby stillt und nicht die ganze Familie plus den Hund. Bedenklich ist auch, dass scheinbar nur wenige Menschen wissen, dass eine Kuh nur Milch gibt, wenn sie gekalbt hat (wie auch der Mensch). Sprich eine Milchkuh wird jährlich geschwängert, gibt dann ca. 300 Tage Milch und wenn es aus ist wird sie wieder geschwängert. Nach ca. 7 Jahren ist die Milchleistung dann zu schwach und das wars mit der Kuh.

Wusstet ihr das Schweine genauso intelligente Tiere wie Hunde sind? In der Tötungsstation im Schlachthaus erkennen die Schweine die „Schreie“ der anderen Schweine und schütten oftmals eine große Menge an Angsthormonen aus. Diese bleiben im Fleisch und werden später vom Menschen mitgegessen. Gelangen in den Körper des Menschen und sind beispielsweise für Menschen die unter Panikattacken leiden nicht besonders förderlich.

In dem Buch „Skinny Bitch“ gibt es ein ausführliches Kapitel über Schlachthäuser, das ich zu einem großen Teil überblättert habe, aber Einiges hat sich in mein Gehirn gebrannt. Zum Beispiel, das die Tiere in Schlachthöfen auch gefoltert und verletzt werden. An dieser Stelle kurz: Dies beschreibt Schlachthöfe in Amerika, ich denke in Deutschland wird es strengere Standarts geben aber who knows. Die Tiere wehren sich scheinbar oftmals gegen die Tötung und schlagen aus etc. das führt zur einer Aggression der Angestellten, die ihre Wut dann am Tier auslassen. Ich habe noch mehr über die Methoden gelesen, aber es hier zu schreiben widerstrebt mir da es einem Horrofilm ähnelt.

Es werden zwei Arten von Hühnern gezüchtet. Masthühner für die Fleischproduktion (mehr Gewicht) und Legehennen für die Eierproduktion. Bei der Zucht von Legehennen schlüpfen natürlich auch männliche Küken, aber die legen ja keine Eier daher werden sie aussortiert und vergast oder geschreddert. Die sogenannten Eintagsküken. (50 Millionen in Deutschland pro Jahr)

Grund Nummer drei ist die Gesundheit.

Das ist ein Thema, das mich fast wütend macht. Vorab – ich bin niemand der im Krankheitsfall zu einem Shamananen läuft, vier Blätter isst und einen Zaubertrank trinkt und dann hofft wieder gesund zu werden. Ich habe erst diese Woche im aktuellen Spiegel einen langen Artikel über Homöopathie gelesen der besagt, dass es keine einzige wissenschaftliche Studie gibt, die belegt das Globoli auch nur gegen irgendetwas helfen. Meine Mama hat sie mir als Kind trotzdem in den Mund gesteckt. Ok.

Ich glaube also an richtige Medizin. Was mich aber ärgert ist, das in der Medizin immer nur die Rede von Früherkennung ist und nie von Vorbeugung. Es gibt Krankheiten die Menschen nicht haben müssten, wenn sie wüssten was gesund für ihren Körper ist und was nicht. Wusstet ihr, dass vor der Zeit der Massentierhaltung und Fleischproduktion die Krankheit Krebs eine Ausnahme war? Anfang des 20. Jhd. war das selten und heutzutage hat jeder mindesetens einen Menschen im Umfeld der Krebs hat oder hatte.

Ich werde mir nicht anmaßen zu behaupten das Fleisch die Hauptursache für Krebskrankheiten ist (auch wenn es hierzu aussagekräftige Studien gibt), das kann viele Ursachen haben. Aber die Tatsache das Fleisch Krebszellen nährt ist eine Tatsache die von Pharmaindustrie & Lebensmittelindustrie  geheimgehalten wird. Genauso wie die Tatsache das eine pflanzliche Ernährung einer Krebszelle eher schadet. Fakt ist aber, dass mit kranken Menschen & Lebensmitteln Milliarden umgesetzt werden. Und das ist es worum es immer geht. Geld.

Auf Netflix gibt es eine tolle Doku mit dem Titel „What the health“. Da lernt man sehr viel über Ernährung, aber auch über das Gesundheitswesen und die Pharmaindustrie. Ein Reporter fragt zum Beispiel in einem Zentrum für Krebspatienten, warum den Menschen hier nicht erklärt wird, das Fleisch schlecht für ihre Krankheit ist. Und die Dame die eigentlich kein Interview geben will und auch zensiert wurde sagt „weil wir mit den Gesunden kein Geld verdienen“. Das ist die traurige Wahrheit.

Laut einer Studie über die ich im Buch Peace Food gelesen habe, sinkt das Risiko einer Frau an Brustkrebs zu erkranken um 50%  bei einer pflanzlichen Ernährung. Bei Darmkrebs angeblich sogar um 90%. Interessant oder? Selbst wenn das nicht wahr ist und es vielleicht nur 10% sind, ist es eigentlich schon ein guter Grund um über die eigene Ernährung nachzudenken.

Man kann das alles natürlich nicht verallgemeinern und sagen wer Fleisch isst bekommt Krebs und wer vegan isst wird nie Krebs haben. Genauso wie auch Menschen an Lungenkrebs sterben die nie geraucht haben. Aber wenn es um die eigene Gesundheit geht sollte man sich schon damit beschäftigen, was wiklich gesund für einen ist. An dem Spruch „Du bist was du isst“ ist etwas dran!

Laktoseintoleranz. Guess what – eigentlich ist jeder erwachsene Mensch Laktoseintolerant, denn das ist der normale Zustand des Körpers. Einem erwachsenen Menschen fehlt im Körper das Enzym Laktat. Dieses haben nur Säuglinge (ihr wisst, Milch ist eigentlich nur für Babys) um damit den Milchzucker (Laktose) aufzuspalten und zu verwerten (groß & stark werden). Ein Erwachsener Mensch ist im Regelfall schon groß und stark und braucht das eigentlich nicht mehr, daher geht die Fähigkeit Laktose zu spalten bei den Meisten verloren.

Das in Nordeuropa 90% der Erwachsenen Milch vertragen liegt an einer Genmutation die durch die Lebensmittelindustrie entstand. Man kann fast sagen, der Körper wurde über Generationen daran gewöhnt auch im Erwachsenenalter Milch zu trinken. In Südeuropa sind es nur noch 30% Erwachsene die Milch vertragen und in Asien lediglich 4%. Ich weiß nicht wer von euch schon mal beim Japaner oder Chinesen war, aber da werdet ihr kein Gericht auf der Karte finden das Milch enthält. Was mich auch wieder an so einen Punkt bringt, der mich wahnsinnig aufregt. Hierzulande wird man als Mutter (nicht das ich eine wäre, aber ich lese aktiv im Internet) ja gesteinigt wenn man seinem Kind keine Milchprodukte gibt, weil es angeblich so wichtig ist. Ja genau, für Babies. Aber ab einem gewissen Alter kann der Körper sehr gut auf Milch verzichten. Oder glaubt ihr alle asiatischen Kinder sind krank weil sie keine Milch trinken? Manchmal muss man sich einfach nur von Gewohnheiten lösen die man anerzogen bekommt!

Und nun noch etwas zu meiner Gesundheit. Seit 2013 war ich übrigens nie wieder krank. Ok, letztes Jahr einmal verkühlt nach einem 36 Stunden Trip von Amerika über Island nach Deutschland. Aber nicht so das ich zum Arzt musste oder mit einer Grippe 3 Tage im Bett lag.

zum Abschluss

3000 Wörter später hätte ich zu diesem Thema noch weitere 4000 auf Lager aber ich frage mich, ob überhaupt jemand bis hierher gelesen hat? Falls ja vielen Dank!

Wie ich geschrieben habe esse ich nun seit 5 Jahren vegetarisch, davon war ich drei Jahr streng vegan und heute esse ich auswärts im Restaurant/im Urlaub oder auf einer Geburtstagsparty mal etwas Vegetarisches. Das hat lediglich mit Genuss zu tun. Eigentlich ist mein einziges Laster Käse. Ich esse nachwievor keine Eier, esse kein Joghurt und würde keinen Kaffee mit Milch trinken, da mir diese in ihrer Ursprungsform garnicht schmeckt. Die einzige Form von Milch die ich mag ist Käse (obwohl ich Bauchschmerzen bekomme). Zu Hause esse ich immer vegan und würde es auch nicht anders wollen. Auswärts lasse ich mich manchmal zu einer Pizza (oder Tzatziki in Santorini) verleiten, habe aber danach ein schlechtes Gefühl. Ich habe mir vorgenommen das wieder einzuschränken, denn meistens ist es das Tierleid irgendwie nicht wert.

Ich hoffe ich konnte ein paar von euch zum denken anregen! Wichtig ist mir aber, dass ihr nicht los lauft, euch Tofu kauft und ab morgen Alles anders macht! Ihr seht an meiner Geschichte, dass das Ganze ein langer Prozess ist. Ein erster Schritt wäre den Fleischkonsum einfach mal zu verändern. Muss ich jeden Tag Wurst, Leberwurst, ein Schnitzel, Spaghetti Carbonara/Bolognese, einen Burger oder ein Steak essen? Man kann es auch einfach mal auf wenige Tage die Woche reduzieren und vielleicht lieber beim Metzger oder im Bio Laden einkaufen. Einfach mal bewusster essen.

Wer sich zutraut sofort vegetarisch/vegan zu starten (auch machbar) dem lege ich unebdingt ein bis zwei Kochbücher ans Herz. Denn um gesund zu essen muss man ausgewogen essen, auch bei dieser Form der Ernährung. Nudeln mit Tomatensauce ist nämlich auch nicht gesund. Vorab muss man sich informieren, welche Lebensmittel wichtig sind (also eigentlich sollte man das bei jeder Ernährung) und was der Körper wirklich braucht.

Last but not least, weil ich weiß das ich in 3,2,1 richtig viel Gegenwind bekomme.. Ja es gibt bestimmt Menschen die mit der veganen Ernährung nicht zurecht gekommen sind (wie gesagt man muss erstmal viel darüber lernen) Mangelerscheinungen hatten etc. und bevor mit jetzt wieder jemand kommt mit „du hast aber drei Lederhandtaschen usw“. Ja ich behaupte auch nicht das ich vegan lebe. Ich esse lediglich so und ich achte darauf keine Lederprodukte aus Billigproduktion zu kaufen und auch kein Pelz. Es ist nicht mein ganzes Leben vegan und das vermarkte ich auch nicht so.

Dieser Artikel ist für alle die sich mit dem Thema näher auseinandersetzten möchten! Und es ist meine persönliche Story und meine persönliche Website auf der ICH den Inhalt bestimmen kann. Ich frage hier NICHT nach fremden Meinungen! Meinungen können in Foren zu diesem Thema geteilt werden.

Während ich diesen Beitrag jetzt nochmal gelesen habe ist mir folgendes aufgefallen. Ich kann mich mit dem Begriff „Veganer/Vegetarierer“ nicht identifizieren. Ich mag das auch nicht wenn mich jemand so nennt. Ich frage mich gerade warum es in der Ernährung nur solche Schubladen gibt und wir da reingesteckt werden. Jeder Mensch hat seine eigene Art sich zu ernähren. Ich habe eine Freundin die alles isst AUßER Obst und Gemüse?! Wie nennt man die denn? Eigentlich ist dieses Thema SO persönlich, dass man Menschen nicht in jeweilige Schubladen stecken kann. Ich hoffe ihr versteht was ich meine. Meine Ernährungsform nennt sich ab jetzt Biluctarier. Fertig.

Love, Christina

Hier meine Empfehlungen zum Thema Ernährung:

Netflix Doku: What the health

Bücher: Peace Food, Vegan for fit, China Study, Skinny Bitch, How not to die, Vegan kann jeder

Pinterest: einfach mal Vegan eingeben und man bekommt SO VIELE tolle Rezepte

Instagram: es gibt tausende tolle Accounts für vegane Ernährung und lecker Essen. Bsp. @veganfoodspot, @veganbowls, @vegan, @letscookvegan, @biancazapatka

Artikel: Milchkühe / Ressourcen / Klima / Regenwald / Schlachthäuser / Krebsrisiko / Welthunger / vegane Ernährung

Vegane Rezepte hier auf biluca.de : vegan Mac&cheese, vegan Wintersalat, Pasta, Soup & a Bowlvegan Teamnudeln

KOMMENTARE (26)

  1. Victoria

    Vielen Dank für deine Worte! Ich finde es so wichtig über dieses Thema zu schreiben und zu reden, viele Menschen wissen einfach nicht Bescheid darüber. Ich ernähre mich auch schon seit einigen Jahren vegetarisch, in den letzten Monaten sogar schon mehr vegan. Wenn man einmal weiß wie es hinter den Kulissen zugeht, bekommt man das auch nicht mehr aus seinem Kopf.
    Außerdem tut man was gutes für seine Gesundheit. Ich hatte auch erst ein Gesundheits-Coaching in der https://www.praxis-natur-heilung.at und weiß jetzt noch besser darüber Bescheid was mein Körper braucht und was nicht.
    Wir müssen unsere Gesundheit selbst in die Hand nehmen!
    Alles Liebe,
    Victoria

  2. Svenja

    Liebe Christina,

    vielen Dank für die Mühe in diesen Beitrag, der ist wirklich super informativ und toll geschrieben! Ich denke unsere Gesellschaft hat eh das Problem, dass es bei so Themen oft nur Schwarz und Weiß gibt. Deine Denkanstöße sind super und auch wenn ich mich in naher Zukunft nicht als Veganer sehe. Ich achte aber schon lange auf die Herkunft meines Essens (nicht nur Fleisch sondern allgemein) und denke wie, dass der Westen Scheitt das bewusste Ernähren ist. Worauf man am Ende wirklich verzichten will muss jeder selbst wissen, aber darüber nachgedacht werden sollte wesentlich mehr.

    Ganz Liebe Grüße, du bist wirklich eine Erfrischung unter den Bloggerinnen, denen man ihre Meinung auch noch abnimmt 🙂

  3. Franzi

    Hi,
    Ich bin ganz zufällig auf diesen Blog gestossen und habe ihn bis zum Ende gelesen.
    Ich ernähre mich vergetarisch und hatte aber nie großartig über diese vielen Themen nachgedacht. Ich esse so weil es mir gut tut und es das richtige für mich ist, jedoch hat mich dieser Artikel zum Nachdenken gebracht und ich möchte mich nun noch genauer informieren.
    Ich hoffe dass es vielen weiteren so geht wie mit und ich möchte mich für diesen Artikel bedanken. Er ist sehr gut geschrieben.

  4. Stephie

    Toller Beitrag! Schön, dass du so viele Informationen gesammelt hast. Meine Babynichte verträgt gar kein Milcheiweiss und hat noch nie welches bekommen. Auch meine Schwester ernährt sich seit 2 Jahren milchfrei/größtenteils Vegan und beide sind healthy.
    Die Vegan for fit challenge habe ich vor ein paar Jahren mit Freunde gemacht. Die Rezepte sind der Hammer.
    Mittlerweile bin ich an einem Punkt, wo ich aber alles esse. Die Masse macht das Gift…
    Wenn ich unsere Eltern oder noch ältere Generationen ansehe, kann ich verstehen, warum sie niemals Vegan werden würden. Ein Großteil meiner Familie hat von ihrem Vieh und der Landwirtschaft gelebt. Ich habe als Kind auch Hühner gejagt, um sie anschließend zu rupfen und dann eine Hühnerbrühe zu machen. Das war bei uns völlig normal und wir wussten, dass es das nicht jede Woche gibt. Meine Eltern waren arm und es wurde eben das gegessen, was auf den Tisch kam (war natürlich nicht immer Fleisch, da es bestimmte Schlachtzeiten im Jahr gab). Und dieses Gefühl nicht satt zu werden, hat diese Generation heute noch. Bei den Omis ist sogar noch schlimmmer-.-… Ich glaube diese Geration kann man nicht mehr umstimmen, weil sie es eben nicht anders gelernt haben.
    Ich bin sicher, dass man in einigen Jahren überall problemlos Vegan essen kann, ohne sich sorgen zu machen, ob das Restaurant etwas hat oder nicht.

  5. Sarah

    Der Beitrag regt wirklich zum Nachdenken an die eigene Ernährung umzustellen. Auf Fleisch zu verzichten fällt mir auch nicht schwer, aber ob ich es schaffen würde vegan zu essen weiß ich nicht. Wahrscheinlich muss man sich einfach mehr mit dem Thema beschäftigen und sich daran gewöhnen. Vielen Dank auf jeden Fall, dass du dir die Mühe gemacht hat, die ganzen Punkte zusammenzufassen ☺️

    • Sarah

      Omg, du sprichst mir so aus der Seele!
      Wünschte jeder Mensch aus meinem Umfeld würde deinen Beitrag lesen (aber ich höre jetzt schon das meckern wenn ich ihn ihnen schicken würde ;))
      Danke für den Beitrag, da sieht man das man nicht alleine ist mit seiner Denkweise <3

  6. Sarah

    Hammer Artikel!! Spricht mir aus der Seele 🙂 durch meine Unverträglichkeiten lebe ich seit einigen Wochen vagan, nur auswärts nicht. Ist ja leider noch nicht überall möglich und oft schwer mit meiner glutenunverträglichkeit kompatibel. Aber man fühlt sich einfach besser! 🙂

  7. Alice

    Liebe Christina, ein sehr toller Beitrag! Ich habe mich in den letzen Wochen auch EXTREM mit dem Thema Ernährung auseinadergesetzt, habe auch viele Netflix Dokus gesehen und Bücher, Blogbeiträge, etc. gelesen. Ich habe vor 5 Wochen einen selbstversuch gestartet, wie gut man sich – auch außer Haus- vegan ernähren kann und was passiert dabei mit meinen Körper etc. Über die Ernährung streiten sich ja die Götter und ich finde es wichtig, dass jede Esskultur einfach respektiert wird und man für sich selbst entscheiden darf, soll und kann! wie man sich ernähren möchte.
    Liebe Grüße und Bussi
    Alice

  8. Nina

    Vielen Dank, dass du dir die Mühe machst, das alles aufzuschreiben. Richtig tolle Worte, die einen zum Nachdenken anregen. Deine Einstellung und das Wissen, das du dir angeeignet hast ist toll und ich werde mir deine Empfehlungen definitiv zu Herzen nehmen.

  9. Jenny

    Wow!

    Ich bin wirklich beeindruckt von deinem informativen Beitrag. Ein toller und ehrlicher Beitrag!
    Ich esse mittlerweile 1 Jahr kein Fleisch, Eier, Milchprodukte mehr. Jedoch ist Käse bei mir genauso ein Problem darauf kann ich ab und an einfach nicht verzichten.

    Alle anderen Produkte kein Thema aber Käse!

    Vielen Dank für deinen Beitrag!

  10. Marliese

    Hallo
    Ich finde deinen Beitrag wirklich richtig gut. Ich habe mich mit dem Thema auch schon viel auseinandergesetzt. Aber wenn ich mal mit jemanden über die oben genannten Punkte gesprochen habe wurde das nur belächelt und versucht runter zu spielen .
    Ich finde es toll das du diesen Beitrag verfasst hast. vielleicht fangen ja mehrere an umzudenken 😉

  11. luisa

    interessanter Standpunkt und spannend durch zu lesen.
    Ich selbst esse ab und zu Fleisch finde aber auch viele Punkte geben zu denken.
    aber bei einer Sache bin ich nun doch stuzig geworden. die Aussage dass Vorbeugung in der Medizin keine Relevanz hat oder nur wenig stimmt so nicht. Es gibt in Deutschland sogar ein eigenes Gesetz dafuer. Das Praeventionsgesetz.

  12. Christina

    Da wartet man doch gerne 8 Monate wenn anschließend ein wirklich toller, informativer Beitrag entsteht 🙂
    Vielen Dank für deine Mühe und Ehrlichkeit !
    Mach weiter so.

  13. Florina

    Wow, das ist wirklich ein großartiger Beitrag!
    Ich denke nicht, dass du hierfür dein vermutetes Feedback erhältst. Ganz im Gegenteil! Ich denke eher, dass er einige Menschen umdenken lässt. Manchen sind Tiere nunmal wurscht, aber vielleicht die eigene Gesundheit und die Umwelt nicht .. who knows?

  14. Stefanie

    Super wie immer teilweise hatte ich Tränen in den Augen .. die Vorstellung was den Tieren angetan wird hat man ja nie vor Augen wenn man Fleisch kauft .. ich versuche schon länger weniger Fleisch zu essen und es gelingt sehr gut . Mit mangelt es häufig an guten Rezeptideen. Danke für den tollen Beitrag ps ich versuche auf jeden Fall noch stärker darauf zu achten und endgültig umzustellen .. vegan könnte mir schwer fallen , aber mal sehen
    Hab und an ist ja schon ein Fortschritt

  15. Janina

    Babe, ich hätte wohl keinen Satz besser schreiben können! Dein Text spricht mir aus der Seele und ich nenne mich ab heute dann auch Biluctarier 😉 Plant Based essen, niemanden verurteilen! Freu mich auf Verona nächste Woche!
    xx Janina

  16. Kathi

    Ein toller Blogpost – danke dafür! Er enthält viele nützliche Informationen (gerade auch für die, die sich samt vielleicht noch nicht so intensiv auseinandergesetzt haben). Ich selbst ernähre mich seit 10 Jahren vegetarisch und seit circa einem Jahr überwiegend vegan. Ich mache, wie du, im Urlaub oder bei Restaurantbesuchen ab und an eine vegetarische Ausnahme. Und ich finde es auch absolut anstrengend. Das Wort „vegan“ nehme ich eigentlich nie in den Mund. Ich sage immer, dass ich mich pflanzlich ernähre. Vegan ist mit so vielen Vorurteilen belastet und ich muss mich auch ständig Diskussionen stellen. Ich hoffe sehr, dass die Akzeptanz dafür noch zunimmt (so wie für das vegetarische.. vor zehn Jahren war da die Alzeptanz noch lange nicht so groß wie heute).
    Ich hoffe du bekommst für diesen Beitrag nicht das Feedback, dass du vermutest. Leben und leben lassen!

    Einen zusätzlichen Buchtipp hätte ich noch: Jonathan Safran Foer: Tiere essen
    Absolut empfehlenswert. Man braucht dafür gute Nerven. Aber andererseits bringt es nichts die Augen vor der Wahrheit zu verschließen. Nach diesem Buch hätte ich nie mehr auch nur ansatzweise Lust auf Fleisch.

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